Nach bereits kurzer Zeit mussten wir schon die erste Bambus-Bruecke ueberqueren. Dank dem Hoehen Training in den Seilparks der Schweiz, war dies auch fuer Marco kein Problem...

Waehrend den ersten beiden Tagen liefen wir vorallem durch Landschaften die mit Reisfeldern uebersaet waren. Herrlich!

Los gings jeweils um 7 Uhr morgens. Gegen 9 machten wir dann jeweils den ersten Tea-Break und Mittag assen wir um ca. 12 Uhr. Meistens kamen wir zwischen 2 und 3 Uhr am naechsten Zielort an. Unterwegs durchquerten wir immer wieder kleine und kleinste Doerfer. Hier leben die Menschen ausschliesslich von der Landwirtschaft (und natuerlich auch vom Tourismus). Die Gegend ist total abgeschnitten von der Welt. Das heisst man kommt da wirklich NUR zu Fuss hin. Keine Strassen, keine Autos: die endlose Ruhe!

Kurz vor Chame auf ca. 2700m sahen wir dann zum ersten Mal den Annapurna 2 (7937m!). Er tauchte aus dem Wald vor uns auf. Zuerst sahen wir nur die kleine Spitze (ganz rechts im Bild) und da dachten wir schon dass ist ja "huere" hoch. Als dann die ganze Wand vor uns auftauchte waren wir ueberwaeltigt...!

Dieses kleine Maedchen traffen wir im Guesthouse in Lower Pisang 3200m. Waschmaschinen sind existieren nicht im Annapurna Gebiet...;-)

Helmar Buesi in Manang 3540m. Wo wir einen Tag blieben zur Hoehen Aklimatisation.

Die Aussicht von Manang ist atemberaubend! Ganz links im Bild Annapurna 2 (7937m), gleich rechts davon (noch vor den Wolken) Annapurna 4 (7525m), dann in den Wolken Annapurna 3 (7555m) und ganz rechts (nur noch wenig ersichtlich auf diesem Bild) Gangapurna (7454m). Wir konnten stundenlang nur in die Berge blicken... Ein ganz klein wenig ist es wie auf der kleinen Scheidegg mit Eiger, Moench und Jungfrau. Nur kriegt man hier noch mehr einen steifen Nacken. Denn die Berge tuermen sich ja noch mehr als 4000m hoch auf!

Helen an ihrem 30ten Geburtstag mit Annapurna 3 und Gangapurna im Hintergrund. Ab 30 braucht man einen Stock zum laufen...;-)

Am 4. Oktober gings dann ueber den Thorung La Pass. An diesem Tag hatten wir 900 Hoehenmeter bis zum Pass hoch zu bewaeltigen. So starteten wir bei absoluter Dunkelheit mit unseren Stirnlampen hoch. Beim High Camp auf 4925m kamen wir um 05.30 Uhr an. Dieses Bild zusammen mit Kami unserem Traeger (dieser kleine Mann trug unser ganzes Gepaeck waehrend 13 Tagen. RESPECT!) entstand dort fruehmorgens.

Auch Marco brauchte einen Stock... Im Hintergrund wieder unser Lieblingsberg Annapurna 2
Wegen dem fehlenden Sauerstoff (also ein wenig hats schon...) in dieser Hoehe ist der Aufstieg kein Zuckerschlecken. Jeder Schritt mussten wir langsam und bewusst machen. Eine sehr spannende koerperliche Erfahrung.

Helmar Buesi auf dem Thorung La auf 5416m ueber Meer um 8.00 Uhr morgens: GESCHAFFT!

Zusammen mit Silvia und Julie, aus Australien, feierten wir die Ankunft auf dem Pass. Diese beiden (topfitten) Frauen hatten uns waehrend des ganzen Treks begleitet. Wir haben ihnen auch das sehr beliebte (von der Familie Sieber heiss geliebte) Wuerfelspiel beigebracht (das mit der 5 und der 1...). Da Marco nicht weiss, wie das Spiel eigentlich heisst, und wir es den Australierinnen in Chamje erklaert haben (und dann fast jeden Tag mit Ihnen gespielt...) haben wir es Chamje getauft. Mittlerweile kennen das Spiel viele Nepalesen, Australier, Israelis und Deutsche... Es geht um die Welt!

Die Aussicht auf die andere Seite des Passes. Hinunter ins Mustang Valley. Am gleichen Tag mussten wir nochmals 1700 Hoehenmeter, diesmal aber abwaerts bewaeltigen... wieder kein Zuckerschlecken...