Montag, 13. Oktober 2008

Rueckblick auf Nepal

Unsere Zeit in Nepal ist vorbei. Etwas traurig dieses wunderbare Land verlassen zu muessen besteigen wir aber trotzdem voller Vorfreude auf das was kommt, heute Abdend das Flugzeug nach Beijing. Hier nochmals ein kleiner Rueckblick auf die dreieinhalb Wochen im Himalaya:

Die Altstadt von Kathmandu. Ein belebter Ort, voller verwinkelter Gassen, geschaeftigen Menschen und einem Ambiente dass Einen gefangen nimmt.

Waehrend unseres Trekkings am Annapurna, einem fuer die Buddhisten heiligen Berg. Das Bild entstand kurz vor Tal auf etwa 2200m ueber Meer.
Helmar Buesi in Manang (3540m). Ein Ort mit einer grandiosen Aussicht auf viele 7500 Tausender.
Das Panorama von Manang (na ja, nur ein Ausschnitt...) mit Annapurna 3 und Gangapurna.
Nach dem Trek, in Pokhara, zurueck in der Zivilisation, liess sich Marco nach 5 Wochen wieder einmal rassieren... Natuerlich auf voll traditionelle Art mit Klinge. Tat gut, aber er sah nachher aus wie 16 Jahre jung...
Bei der Rueckreise von Pokhara nach Kathmandu gerieten wir in einen Stau, wie er wahrscheinlich nur in Nepal vorkommen kann. Ploetzlich ging gar nichts mehr. Der Busfahrer war weg und Informationen bekam man auch keine. Die Touristen aus den vielen Bussen (es waren fast nur Busse unterwegs) warteten auf der Strasse und unterhielten sich. Niemand wusste den genauen Grund des kilometerlangen Staus. Etwa 500m vor uns lag eine Bruecke, und wir konnten sehen, dass sich auch auf der anderen Seite des Tals die Fahrzeuge aufreihten. Die Einheimischen fingen ploetzlich an zu laufen. Sprich, sie marschierten mit all ihrem Gepaeck Richtung Bruecke und auch von der anderen Seite kamen Nepalesen an. Fuer sie war es einfach. Da auf beiden Seiten des Tals Busse standen, konnten sich die Passagiere dieser Busse einfach austauschen und die Busse konnten umkehren, total ueberfuellt zwar, aber es ging. Uns Touristen blieb allerdings nur das Warten uebrig. Nach ein paar Stunden (!) erfuhren wir dann von Einheimischen was passiert war: Ein Bus hat einen Einheimischen auf der anderen Seite der Bruecke angefahren und getoetet. Die Familie des Opfers blockierte daraufhin die Strasse und forderte Geld. Deswegen ging gar nichts mehr. In Nepal gibt es weder ein Rechtssystem, noch Versicherungen. So bleiben fuer Opfergeschaedigte oft nur solche Methoden...
Nach etwa 12 Stunden, anstatt 6 kamen wir dann aber trotzdem noch in Kathmandu an. Muede aber mit einer Geschichte mehr...
Bishnu, unser Trekking Agent, der uns das wunderbare Trekking am Annapurna organisierte, lud uns in Kathmandu zum Nachtessen ein.
Die hollaendische Familie Ettes trafen wir sowohl auf dem Trek, wie auch in Pokhara und Nepal fast jeden Tag zufaelligerweise (...!). Der Trek war ein Geschenk der Soehne (mitte hinten) an ihre Eltern zum 40. Hochzeitstag der Eltern. Diese beiden 60. jaehrigen sind topfit, haben den Annapurna mit saemtlichen Gepaeck am Ruecken umkreist (nicht wie Helmar mit Traeger...), machen Marathons und fahren im November mit dem Velo von Bangkok nach Kambodscha...!
Ein Ausflug nach Bhaktapur, einer Stadt in der Naehe von Kathmandu, die noch sehr urspruenglich ist. Wir fuehlten uns um 100 Jahre zuruckversetzt.
Mit Annette und Thorsten, den sympathischen Deutschen ganz aus dem Norden Ost-Deutschlands, haben wir Bhaktapur unsicher gemacht und wiedermal nach dem Weg gesucht.
Ein Hinterhof in Bhaktapur.
Begegnung mit Einheimischen in Bhaktapur.

So das wars mit Nepal! Jetzt bleibt uns wiedereinmal nur Danke zu sagen: Danke Hans fuer die vielen wertvollen Tips und Kontakte hier in Nepal. Und an dieser Stelle mal einen ganz lieben Gruss an Simone und Jochen. Dank eurer Euphorie und Begeisterung haben wir uns definitiv entschlossen die Reiseroute von Ladakh ueber Nepal zu starten. Wir denken oft an euch und eure Geschichten, und dies wird sich wohl auch in China nicht aendern...